Sozialer Wohnungsbau gestoppt

Paukenschlag in der Gemeindevertretung: Die konservativen und rechten Kräfte haben den sozialen Wohnungsbau in Schöneiche gestoppt. Über Jahre haben wir mühevoll erstritten, dass sich unsere
Gemeinde wirklich dafür einsetzt, mehr bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Dieser Erfolg wurde innerhalb einer halben Stunde zunichte gemacht. Ohne angemessene Diskussion, ohne Not hat die Gemeindevertretung den sozialen Wohnungsbau komplett aus dem Haushaltsplan gestrichen – mit 11 gegen 6 Stimmen. Die schon zugesagten Fördermittel sind damit, aller Voraussicht nach, passé.

Gegen den sozialen Wohnungsbaus stimmten:
CDU: Ingo Röll (Bürgermeister), Anke Winkmann, Andreas Bachhoffer, Karin Griesche, Claudia Crawford; Schöneicher Liste: Martin Berlin, Thomas Friedrich; ZfS/Freie Wähler: Melanie Sellin, Birgit Schröder; AfD: Philip Zeschmann; FDP: Peter Pohle

Für den sozialen Wohnungsbau stimmten:
Die Linke: Fritz Viertel, Martha Herzog, Beate Simmerl; SPD: Maria Kampermann, Bernd Spieler; B90/Grüne: Kathrin Neubert

Noch im letzten Jahr haben alle Parteien in ihren Wahlprogrammen versprochen, für mehr bezahlbaren Wohnraum in Schöneiche sorgen zu wollen. Die CDU gewann die Bürgermeisterwahl mit der Parole: „Schöneiche kann mehr“. Und meinte damit auch mehr preiswerte Wohnungen. Einmal mehr zeigt sich, wie (un-) glaubwürdig das war. Darunter leiden all diejenigen von uns, die sich weder überteuerte Mieten noch den Bau oder Kauf eines Eigenheims leisten können. Aber wir nerven weiter. Weil Wohnen ein Menschenrecht ist.