8. Mai – Tag der Befreiung

Jörg Mernitz

Faschismus hat viele Gesichter: das Ansprechen niedriger Instinkte, die Schaffung von Sündenböcken für jegliches Elend der Welt, das Treten nach unten, Rassendünkel, Aushöhlung und danach Abschaffung demokratischer Rechte, Verfolgung anders aussehender und anders denkender Menschen und letztlich Krieg mit allen dabei vorstellbaren Verbrechen.

1945 hatten die Alliierten mit diesem Spuk, der von deutschem Boden ausging zunächst Schluss gemacht. Leider war die Hoffnung trügerisch, dass dies für immer gewesen wäre.

Heute erlebt der Faschismus, mal offen, mal verbrämt in vielen Ländern erneut sein Haupt und gewinnt, gesponsert von einer Reihe sehr vermögender Menschen rasant an Einfluss.

Das Völkerrecht wird mit Füßen getreten, Nachbarländer überfallen, mit Atombomben und Auslöschung ganzer Zivilisationen gedroht und vieles mehr.

Dem Einhalt zu gebieten, ist Aufgabe und Pflicht aller friedliebender Menschen und dies haben auch wir uns auf die Fahne geschrieben.

In Eisenhüttenstadt rief die Stadtfraktion Die Linke / Bündnis 90/Die Grünen anlässlich des 8. Mais, an dem die faschistische Wehrmacht bedingungslos kapitulierte und der deshalb als Tag der Befreiung in die Geschichte eingegangen ist, zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs auf dem Platz des Gedenkens mit Kranzniederlegung auf.

Auf diesem Platz sind über 4000 sowjetische Soldaten beerdigt, die während des Krieges im Kriegsgefangenenlager Stalag 3b umkamen. Nach vielen Jahren Recherche konnte den meisten von ihnen jetzt zumindest der Name wieder zugeordnet werden. Diese wurden in Granit eingemeißelt und diese Tafeln vor kurzem aufgestellt.