Entscheid der Stadtverordnetenversammlung zum Tiergehege

Jörg Mernitz

Am 17.02.2026 fand in Eisenhüttenstadt eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung unter großer Beteiligung der Einwohner statt. Der Saal war übervoll.

Inhalt der Sondersitzung war ein Antrag der Fraktion Bürgervereinigung Fürstenberg/Oder (BVFO), das Tiergehege auf der Insel zum Jahresende 2026 zu schließen. Begründet wurde der Antrag mit dem Ansinnen, Geld im defizitären Haushalt zu sparen und einen Teil der eingesparten Summe für andere freiwillige Aufgaben zu nutzen. Für 2026 geht es dabei um ca. 195.000 €.

Auslöser des Antrags ist die Ansage des Fördervereins, das Tiergehege nicht mehr betreiben zu können. Es laufen aber bereits Verhandlungen mit der Eisenhüttenstädter Freizeit GmbH (EFE, Tochterunternehmen der Stadtwerke), das Tiergehege zu übernehmen und mit den Gronewalder Werkstätten, die Betreibung der Anlage zu übernehmen. D.h. es besteht die Aussicht, das Tiergehege mit überschaubaren Kosten für die Stadt weiter zu betreiben.

Diese Option wollen wir als Fraktion Die Linke / Bündnis 90/Die Grünen nicht ungenutzt lassen und das Tiergehege erhalten. Außer der Fraktion BVFO sahen dies alle anderen Fraktionen ebenso und der Antrag fiel mit mit den Stimmen aller anderen durch.

Es schloss sich ein Antrag der Verwaltung an, das Tiergehege der EFE für zunächst 10 Jahre zu übergeben, der wiederum von allen Fraktionen, außer dem BVFO angenommen wurde.

Hier sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Möglichkeit des weiteren Bestandes des Tiergeheges eröffnet wurde. Die Gronewalder Werkstätten, die bereits das Tiergehege in Frankfurt – Rosengarten betreiben, sind von Fördermitteln abhängig, die in Aussicht stehen, zu denen es jedoch noch keine endgültige Zusage gibt. Des weiteren haben sie auch noch die Möglichkeit, es sich anders zu überlegen.

Wir wollen das Tiergehege erhalten, uns ist aber auch klar, dass die Stadt nur sehr begrenzte Mittel dafür aufwenden kann.