Steinhöfel – Juttas Festival
Gutshof 1, 15518 Steinhöfel
Sonntag, 3. August
Ausklang beim gemeinsamen Frühstück
11.00-12.00 Uhr (Infopunkt „Am Ohr“) Führung zur jüdischen Geschichte des Gutshofes 1932-1943
Als „Landwerk Neuendorf“ war der Gutshof ein landwirtschaftliches Lehrgut für jüdische Menschen. Später wurde er ein Arbeits- und Deportationslager. Mit Bernd Pickert, Geschichte hat Zukunft – Neuendorf im Sande
Anschließend sind alle zum Hoffest unseres befreundeten Projektes LandkunstLeben im Nachbardorf Buchholz eingeladen!
Orga-Kram:
Anreise
Mit dem R1 bis Fürstenwalde (Spree), dann weiter zu Fuß (ca. 45 Minuten) oder Fahrrad (ca. 15 Minuten) Richtung Buchholz und der Beschilderung folgen.
Navi: Gutshof 4d, 15518 Steinhöfel (OT Neuendorf im Sande)
Parkplätze auf dem Gutshof sind ausgeschildert.
Essen
Leckerstes vegetarisches und/oder veganes Essen mit Gemüse aus der Region von der Küchencrew von Traumtänzerin e.V. (gegen einen schmalen Taler)
Trinken
Die Bar (an der Tanke) ist am Freitag ab 15 Uhr und Samstag und Sonntag ab 8 Uhr geöffnet.
Eintritt
Nach eigenem Ermessen – bitte nicht zu knauserig, wir haben dieses Jahr nur sehr wenige Fördermittel für das Festival! (Sehr gern könnt ihr auch schon vorher spenden. Konto hier.)
Anmeldung
Per Mail an whggnfsrfgviny@trfpuvpugr-ung-mhxhasg.bet – ihr könnt auch ohne Anmeldung kommen, erleichtert uns aber die Planung, wenn ihr uns schreibt!
Hausrecht
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die
rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur
Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
Hunde
Hunde dürft ihr gerne mitbringen – sie sind aber bitte jederzeit an der Leine zu führen! Respektiert es bitte, wenn sich manche in Anwesenheit von Hunden nicht wohl fühlen – ihr kennt das.
Und außerdem:
Traktormuseum
Stefan und Peter sind ein Stück lebende Geschichte hier auf dem Gutshof Neuendorf im Sande. Sie sind im Dorf aufgewachsen und haben in der DDR-Zeit im Volkseigenen Gut gearbeitet, das der Gutshof damals war.
1994 war nicht nur die DDR Geschichte, sondern auch das Volkseigene Gut und mit ihm auch die dort verwendeten Landmaschinen. Stefan und Peter begannen diese zu sammeln und sich liebevoll um die Fahrzeuge zu kümmern. Und so haben sie mit der Zeit ihr „Traktormuseum“ aufgebaut.
Stefan und Peter öffnen ihre Tore am Freitag ab 16 Uhr und am Samstag ab 14 Uhr. Schaut vorbei!
Jutta Baumwol
Juttas Festival heißt so in Erinnerung an Jutta Baumwol, die in diesem Jahr 100 Jahr alt hätte werden können, wenn die Nazis sie nicht kurz vor ihrem 18 Geburtstag von unserem Gutshof aus nach Auschwitz deportiert und umgebracht hätten, weil sie jüdisch war.
Jutta kam 1941 als junges Mädchen zur Zwangsarbeit nach Neuendorf. Im April 1943
wurde sie zusammen mit den anderen verbliebenen „Neuendorfer“ Juden und Jüdinnen
nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Prägend und beeindruckend ist ein Brief, den sie
vor ihrem Tode an ihre Familie in Israel schicken konnte. „Bleibt stark, ich bin es auch“, steht dort
geschrieben.
Am Eingang des Gutshofes Neuendorf im Sande erinnert ein Denkmal an Juttas Schicksal und
jedes Jahr am 4. Mai feiern wir ihren Geburtstag. Das Festival ist Juttas Mut und ihrer Geschichte
gewidmet. Es steht für Verständigung, gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Art von
Hass und Ausgrenzung, in Brandenburg und überall.


